Große Plastik ziert das Foyer
LANGENHAGEN. Nicht nur Paläontologen werden bei einem Besuch des Maritim Airport Hotels zurzeit ins Staunen kommen. Die Ausstellung „Wandmonumente fossiler Art“ zeigt Exemplare urzeitlicher Fauna – allerdings nur als Illusion. Der Isernhagener Künstler Jens-Uwe Scholz bildet Ammoniten und andere Fossilien nach. Und was aussieht, als müsste es Hunderte Kilo wiegen, ist in Wirklichkeit nicht schwer zu tragen: Der Künstler arbeitet mit ultraleichtem Material. Seine Plastiken bestehen nicht aus Gestein, sondern aus Polyurethan und Styropor.
Die Ausstellung im Foyer des Hotels ist ab heute bis zum 30. April geöffnet – Besucher können jederzeit vorbeikommen. 15 Kunstwerke sind ausgestellt. Ein fossiles Objekt solcher Größe könnten Künstler Jens-Uwe Scholz (links) und Hoteldirektor Michael Ciesléwicz sicherlich nicht stemmen. Scholz Kunstplastiken aber sind aus federleichtem Material. Junker „Fossilien faszinieren mich“, sagt Scholz. Für die Ausstellung gestaltete der 38-Jährige über Wochen ein ganz besonderes Objekt: Eine 22 Quadratmeter große Plastik, durchsetzt von Ammoniten, ziert nun den Rundbogen des Foyers – die bisher größte Arbeit des Isernhageners. Begeistert zeigte sich auch Hoteldirektor Michael Ciesléwicz, der künftig für noch mehr künstlerische Abwechslung im Maritim Airport Hotel sorgen will: „Früher hatten wir jährlich eine Ausstellung, jetzt wollen wir zwei pro Jahr zeigen.“ mj
Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 12.09.2009
Meine Kurse 2012
Kurs "große" Bauschaumschafe
149€ inkl. Material, ca. 80cm x50cm, siehe Maschteichaktion 2010, max. 8 Teilnehmer
Eintageskurse, ca. 9 Stunden · 9:30 Uhr bis ca. 18/19:00Uhr
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69€ inkl. Material, ca. so groß wie ein Toaster mit Beinen und Kopf, max. 15 Teilnehmer
Eintageskurse, ca. 8 Stunden · 9:30 Uhr bis ca. 17/18:00 Uhr
Acrystalschulung
99€ inkl. Material*, es wird eine Büste (Schultern, Hals, Kopf) von ca. 40-50 cm höhe kreirt, max. 8 Teilnehmer
Eintageskurse, ca. 7-8 Stunden · 10:00 Uhr bis ca. 17/18:00Uhr
Wochenblatt: „Die Schafe sind jetzt nicht mehr im Rathaus“
Bildhauer Jens-Uwe Scholz lässt 30 Schäfchen im Maschteich zu Wasser
HANNOVER. (aru). Punkt 12 Uhr hatte er seine Schäfchen im Trockenen: In einer außergewöhnlichen Kunstaktion ließ Bildhauer Jens-Uwe Scholz vergangenen Freitag insgesamt 30 der rund 80 Zentimeter langen und 50 Zentimeter hohen Tiere aus Baumschaum auf dem Maschteich hinter dem Neuen Rathaus zu Wasser. Einen tieferen Sinn gibt es indes nicht: „Die Teichschafe sollen lediglich zum Nachdenken anregen, der Betrachter kann sich selbst ein Bild machen“, sagt der 38-jährige Hannoveraner. Befestigt hat er seine Schäfchen, darunter ein schwarzes, auf sechs Flößen, auf denen diese mittig verankert sind.
Die Idee mit den Schafen kam Scholz übrigens 2007 auf einem Schäferhof in Nienburg: Dort wurde er zu einer Ausstellung seiner Objekte geladen und fand die Lokalität absolut „Schaf-frei“ vor. „Als ich den mit Entengrütze überwachsenen Teich inmitten der Domäne erblickte, entstand die Idee, große Schafe aus Schaum zu bauen und auf dem Teich zu positionieren.“ Für seine Aktion hatte er jedenfalls den richtigen Zeitpunkt gewählt: „In der vergangenen Woche war hier noch eine zehn Zentimeter dicke Eisschicht. Ich dachte schon, ich müsste Löcher in den Teich schlagen. Jetzt habe ich den Frühling eingeläutet.“ Zuspruch bekam er von Bürgermeisterin Hilde Moennig: „Ich finde die Schafe ganz niedlich. Man muss nur seiner Phantasie freien Lauf lassen, insbesondere was das schwarze Schaf betrifft.“ Und muss schmunzeln: „Jetzt sind die Schafe nicht mehr im Rathaus, sondern dahinter.“
Wer die Viecher bewundern möchte hat dazu noch einige Tage Gelegenheit: Bis zum 6. April treiben die Paarhufer auf den seichten Wellen des Maschteichs.
Vita Jens-Uwe Scholz
Vita Jens-Uwe Scholz
Jens-Uwe Scholz wurde 1971 in Hannover geboren. Zahlreiche Tätigkeiten wie Steinmetz, Tischler, Schildermaler oder Raumausstatter, aber auch Mediengestalter, Medienberater und Schulungsreferen oder Moderator formten Scholz´ Ader. Aber letztendlich fand er seine Berufung in der bildenden Kunst. „Wandmonumente“ nannte ein begeisterter Betrachter einmal seine Werke. Dieser Begriff beschreibt die Arbeiten von Jens-Uwe Scholz wie kein anderer. Denn in der Tat sind es wahre Monumente, die der hannoversche Künstler kreiert.
Plastiken, Schafe und Kinderaktionen
„Male mir doch bitte mal einen Fisch“ bat eine Freundin den Künstler einst um ein Kunstwerk. Doch einfach nur einen Fisch zu malen war dem Bildhauer zu wenig. Bei seinen Recherchen stieß Scholz auf fossile Darstellungen urzeitlicher Tiere. Diese faszinierten ihn derartig, dass er das Thema „fossile Plastiken“ zum Schwerpunkt seiner Kunst machte. Scholz´ Fossilien sind keine exakten Nachbildungen urzeitlicher Fauna, sondern vielmehr eine künstlerische Erweiterung der fossilen Tierwelt aber dennoch verblüffend echt wirkend.
Der erste Eindruck entscheidet. Und der ist wahrlich monumental.
Scholz ist auch der Erfinder der Teichschafe (auch Bauschaumschafe genannte) und schult sein Wissen in seiner kleinen Kunstschule in Bauschaumschafschäumschulungen und anderen Kursen.
Ebenso ist er ständig am entwickeln von Kinderaktionen die nicht nur Spass machen, sondern auch lehrreich sind, wie z.B. sein Perspektivenpuzzle oder seine Kinderaktion "Fossilien freilegen".















