Bildhauer Jens-Uwe Scholz lässt 30 Schäfchen im Maschteich zu Wasser
HANNOVER. (aru). Punkt 12 Uhr hatte er seine Schäfchen im Trockenen: In einer außergewöhnlichen Kunstaktion ließ Bildhauer Jens-Uwe Scholz vergangenen Freitag insgesamt 30 der rund 80 Zentimeter langen und 50 Zentimeter hohen Tiere aus Baumschaum auf dem Maschteich hinter dem Neuen Rathaus zu Wasser. Einen tieferen Sinn gibt es indes nicht: „Die Teichschafe sollen lediglich zum Nachdenken anregen, der Betrachter kann sich selbst ein Bild machen“, sagt der 38-jährige Hannoveraner. Befestigt hat er seine Schäfchen, darunter ein schwarzes, auf sechs Flößen, auf denen diese mittig verankert sind.
Die Idee mit den Schafen kam Scholz übrigens 2007 auf einem Schäferhof in Nienburg: Dort wurde er zu einer Ausstellung seiner Objekte geladen und fand die Lokalität absolut „Schaf-frei“ vor. „Als ich den mit Entengrütze überwachsenen Teich inmitten der Domäne erblickte, entstand die Idee, große Schafe aus Schaum zu bauen und auf dem Teich zu positionieren.“ Für seine Aktion hatte er jedenfalls den richtigen Zeitpunkt gewählt: „In der vergangenen Woche war hier noch eine zehn Zentimeter dicke Eisschicht. Ich dachte schon, ich müsste Löcher in den Teich schlagen. Jetzt habe ich den Frühling eingeläutet.“ Zuspruch bekam er von Bürgermeisterin Hilde Moennig: „Ich finde die Schafe ganz niedlich. Man muss nur seiner Phantasie freien Lauf lassen, insbesondere was das schwarze Schaf betrifft.“ Und muss schmunzeln: „Jetzt sind die Schafe nicht mehr im Rathaus, sondern dahinter.“
Wer die Viecher bewundern möchte hat dazu noch einige Tage Gelegenheit: Bis zum 6. April treiben die Paarhufer auf den seichten Wellen des Maschteichs.















